Tagebuch 2011





Samstag, 23. Juli

Auf die Räder - fertig - los!!!
Früh am Morgen schwangen sich zehn Jungen und fünf Leiter in Seppenrade auf ihre Fahrräder, um bis nach Oelde zu radeln. Das Wetter spielte mit, so dass Kinder und Betreuer trocken und ohne größere Zwischenfälle nach 75 Kilometern ihr Ziel erreichten. Um sich von der schweißtreibenden Tour zu "erholen", ging es in ein Freibad - mit Sprungtürmen und einer breiten Wellenrutsche. Nachdem alle Radler sich ausreichend erfrischt haben, ging es zurück zur Schlafstätte, wo sie sich mit Nudeln-Bolo stärkten. Am Abend wurden Spiele gespielt, Geschichten erzählt, Witze ausgetauscht... bis die ganze Truppe schließlich - erschöpft von der langen Tour mit dem Drahtesel - in einen tiefen Schlaf fiel...


Sonntag, 24. Juli

Klappe die Zweite
Nach einer Nacht voller süßer Träume und einem ausgiebigen Frühstück traten die Kinder und Leiter erneut in die Pedalen. Das Ziel: Paderborn. Bei Nieselregen ging es los, doch der legte sich bald. Bis auf drei Platten - die Frank und Frank, die in diesem Jahr das Begleitauto mit Anhänger steuerten, im Nu repariert hatten - verlief auch die zweite Etappe super, so dass gegen Abend nach 65 geradelten Kilometern alle wohlbehalten im Zielort eintrafen. Zum Duschen ging es in ein nahe gelegenes Freibad. Gut duftend und wieder voller Tatendrang schlugen sich anschließend alle mit selbstbelegbaren Hot Dogs die Bäuche voll. Abends wurde erneut gespielt, gelacht... und schließlich geschlafen.


Montag, 25. Juli

Auf und ab, hoch und runter
Die dritte Etappe der Fahrradtour hatte es in sich: Die Strecke von gerade mal 45 Kilometern ging über jede Menge Berge... einer höher als der andere. Aber da die Seppenrader Kinder und Leiter alle topfit sind, bezwangen sie sowohl Berg als auch Tal und erreichten schließlich den Zeltplatz in Warburg-Bonenburg. Dort hatte das Aufbau-Team am Wochenende zuvor Schlafzelte sowie Küchenzelt samt Einrichtung aufgebaut und den Platz gemütlich eingerichtet. Die Busfahrer waren längst da, hatten schon das Button-Spiel hinter sich, ihre Zelte bezogen und den Zeltplatz erkundet. Nach einem gemeinsamen Abendessen unter freiem Himmel mit Braten und Soße, Kartoffelpüree mit Röstzwiebeln, Krautsalat und Möhrchen sowie Quark zum Nachtisch, erklärten die Leiter den Kindern zunächst die Lagerregeln. Danach gab es eine spannende Spielshow, in der die Leiter in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten mussten - zum Beispiel beim Tampon-Weitlauf, Zitronen-Wettessen und Zeitungstanz. Und dann hieß es: Ab in die Schlafsäcke...


Dienstag, 26. Juli

Im Namen der Rosé
Das erste Lagerfrühstück musste auf Grund leichten Nieselregens im Zelt stattfinden. Aber auch das tat der Stimmung keinen Abbruch. Gut gelaunt starteten Leiter, Kinder und Kochfrauen in den ersten Tag. Dieser begann mit AGs. So wählten die Kinder nach ihren Interessen zwischen verschiedenen Angeboten: Musik- und Tanz-, Sport-, Gips- und Kreativ-, Foto- und Wasserbomben-AG. Nach dem Mittag stand ein Rollenspiel auf dem Programm: "Im Namen der Rosé". Die Story: Prinzessin Rosé wurde von dem bösen Drachen Tabaluigi durch einen Zauber in einen tiefen Schlaf versetzt. Aufgabe der Kinder war es nun, von unterschiedlichen Charakteren Zutaten für ein Gegenmittel zu sammeln, um damit den Schlafbann zu brechen und die Prinzessin zu erwecken. Die einzelnen Zutaten konnten sich die Kinder erspielen, erraten und errätseln: Jeder der Charaktere - fünf Wächter sowie ein Geist, der unglaublichgrüne Hulk, ein Zwerg, eine Hexe und ein alter Mann - stellte den Jungen und Mädchen eine Aufgabe, die es zu lösen galt. Nachdem es allen Gruppen gelungen war, Prinzessin Rosé aus dem Schlaf zu holen, wurde aufgetischt: Gulasch mit Nudeln. Abends wurde dann in der Lager-Disco das Tanzbein geschwungen - gegen den Durst gab es leckere Früchte-Bowle. Erschöpft von AGs, dem Kampf gegen den schrecklichen Drachen Tabaluigi und dem Abzappeln in der Disco, ging es in die Zelte zum Schlafen...


Mittwoch, 27. Juli

Auf in die große Stadt
Am Mittwochmorgen machten sich Kinder samt Leiter mit dem Bus nach Paderborn auf. Dort stand zunächst eine Stadtrallye an, anschließend war Zeit zum Shoppen. Auch über das Libori-Fest – ein großes Volksfest mit diversen Ständen und Kirmes – schlenderten die Seppenrader. Wieder zurück am Platz wartete ein Kamera-Team von „WDR2 Studio Bielefeld und Ostwestfalen-Lippe“ auf die Kinder und Leiter, um einen Beitrag für die Fernsehnachrichten „Aktuelle Stunde“ zu drehen – mit Live-Schalte. Gefilmt wurde während des Essens. Es gab Reis mit Currry-Geschnetzeltem und Salat. Später hieß es dann: Vorhang auf für „Leiter vs. Kinder“, eine Abendshow, bei der die Leiter gegen die Kinder in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antraten. In diesem Jahr gewannen die Leiter – 2009 und 2010 hatten die Kinder den Sieg davon getragen. So steht es derzeit 2:1 für die Kinder. Aber für das nächste Jahr hat das Betreuer-Team schon jetzt angekündigt, aufholen zu wollen...


Donnerstag, 28. Juli

Spaß im kühlen Nass
Zum Planschen ging es am Donnerstag. Zusammen verbrachten Leiter und Kinder einen tollen Tag im Schwimmbad mit Außenbecken und Liegewiese, riesiger Rutsche und anderen Attraktionen. Nach dem die Kinder und Leiter sich mit Möhreneintopf und Pfannkuchen gestärkt hatten, wurde ein Lagerfeuer entzündet. Dort wurde zu Gitarrenmusik gesungen, außerdem erzählten die Betreuer den Jungen und Mädchen eine Gruselgeschichte. Auch fand die Siegerehrung der Gewinner des Stadtspiels vom Vortag statt. Zudem öffnete der Lager-Kisok, wo die Kinder Süßigkeiten zum Naschen kaufen konnten. Bei Einbruch der Dunkelheit fielen alle Lagerteilnehmer erschöpft aber zufrieden in ihre Schlafsäcke...


Freitag, 29. Juli

Mr. and Mrs. Smith auf den Fersen
Der Tag startete ganz entspannt mit einem Gammelfrühstück. Von 8.30 bis 13 Uhr konnten Kinder und Leiter schlemmen – Brötchen, Müsli und Cornflakes, Rührei, Salate, Suppe... Danach wurde „Mr. and Mrs. Smith“ gespielt; eine Art Schnitzeljagd in sechs Gruppen mit spaßigen und kniffligen Aufgaben für den Weg. Am Abend stand die Show „Die perfekte Lagerminute“ auf dem Programm. In zwei Teams traten die Kinder gegeneinander an und versuchten verschiedene Aufgaben innerhalb von sechzig Sekunden zu lösen. Für das Einhalten der Zeit sorgte das halb-automatische Stoppuhrenteam Patrick und Henni.


Samstag, 30. Juli

Von Spielen auf Zeit und gruseligen Unternehmungen
Am Morgen traf man sich zum zweiten Mal in den AGs. Nach dem Mittag begann das 99-Minuten-Spiel. Dabei gibt es 30 einzelne verrückte Spiele und Aufgaben, von denen die Kinder innerhalb 99 Minuten möglichst viele lösen mussten. Es wurden Heiratsanträge gemacht, die Kochfrauen mit Lob überhäuft und die Leiter der einzelnen Gruppen über den Spielplatz getragen. Kleiderketten, Wettessen und -trinken, Pyramide bauen, kopfüber Wasser trinken und eine ganze Tube Bodylotion auf den Körpern der Gruppenmitglieder verteilen waren nur einige der witzigen zu erledigenden Aufgaben. Abends wurde gegrillt – und zwar super leckeres Fleisch aus der Heimat. Anschließend hieß es dann „Film ab“ im selbstgebauten Lagerkino. Damit endete der Tag jedoch noch lange nicht, denn nachdem alle Jungen und Mädchen bereits im Traumland waren, wurden sie zur Nachtwanderung wieder geweckt. Nach einigen gruseligen Minuten, gab es noch heißen Kakao im Küchenzelt. Dann ging es zum zweiten Mal an diesem Tag in die Schlafsäcke...


Sonntag, 31. Juli

Dschungel, Dschungel, Dschungel
Unter dem Motto „Dschungel“ fand der Sonntag statt. Verkleidet als Dirk Bach und Sonja Zietlow, den Moderatoren der bekannten RTL-Show „Ich bin ein Star holt mich hier raus“, sowie als Löwen, Giraffen, Affen, Papageien und anderen exotischen Tieren begrüßten die Leiter die Kinder beim Frühstück. Anschließend bastelten sich die Kinder Dschungel-Kleidung und Deko-Kram im Busch-Style; einige der Kinder spielten im Wald Stratego. Nach dem Mittagessen wurde ein Stationslauf veranstaltet – mit jeder Menge spaßiger Dschungel-Spiele. Am Abend – nach einem Essen mit allerlei Dschungel-Köstlichkeiten (Affen-Burger, Mäusegehirne, Känguruhhoden, abgehackte Finger, Drachengurken sowie Wackelpudding mit Glibberwürmern *g*) – wurde im Aufenthaltszelt eine bombastische Dschungel-Party gefeiert.


Montag, 1. August

Fun, Fun, Fun
Das Motto des Montags: Spaß!!! Denn es ging in den Freizeitpark Fort Fun. Den ganzen Tag lang amüsierten sich Kinder und Leiter in Wildwasserbahnen und Geisterhäusern, auf Achterbahnen und anderen Karussells – Adrenalin pur! Währenddessen hatten die Kochfrauen Zeit, ein Abendessen der besonderen Art zu zubereiten, so dass sich die Fort Funler nach ihrer Rückkehr mit Schnitzeln, Nudeln und Salat stärken konnten. Am Lagerfeuer mit Gitarrenklängen und Gesang sowie Stockbrot klang der Abend gemütlich aus.


Dienstag, 2. August

Accccccccchtung! Stillgestanden!
Bereits während des Frühstücks erklang „Preußens Gloria“. Und damit war allen klar: Das Schützenfest steht auf dem Programm. Eingeteilt in vier Kompanien machten sich die jungen Schützen und ihre Leiter daran, Gewehre, Hüte und mehr zu basteln. Nach dem Antreten marschierte das gesamte Lager zur Vogelstange, wo es dem Federvieh (bzw einer Mischung aus Wespe und E.T.) an den Kragen ging – und zwar mit einem selbstgebauten Katapult. Am treffsichersten zeigte sich Gunnar, der schließlich der neue Lagerkönig wurde und zur Königstaufe erst mal in den platzeigenen Schwimmteich geworfen wurde. Zur Mitregentin wählte König Gunnar Katharina. Ehrendame wurde Danka, Adjudant Linus. Während des Abendessens speiste der Thron an einem besonders schön gedeckten Tisch. Anschließend wurde eine Kirmes veranstaltet – mit Gruselparcours, Wurfbuden, Losständen, einer Wahrsagerin und vielen weiteren Attraktionen. Auch gab es eine Frucht-Spieß-Bar und einen Stand, an dem „Königsbier“ – ein alkoholfreier Cocktail – ausgegeben wurde.


Mittwoch, 3. August

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt – vor allem nicht im Lager!
Am Mittwoch fanden zum dritten und letzten Mal die AGs statt. Nachmittags wurden dann alle kreativ. So wurden T-Shirts bemalt und mit dem Lagerstempel bedruckt. Auch konnte anderes gebastelt und gemalt werden – je nach Ideen der Kinder. Auch einen Gottesdienst gab es an dem Tag, den Pfarrer Jürgen Heukamp, der zu Besuch war, hielt. Leider musste dieser auf Grund eines Regenschauers frühzeitig beendet werden. Zu späterer Stunde wurden die Leiter dann verrückt und unterhielten die Kinder mit unterschiedlichen Improvisationsspielen bei der Show „Leiter go crazy“.


Donnerstag, 4. August

Alles hat ein Ende…
Da sich das Lager seinem Ende neigte, begann ein Großteil der Leiter bereits am Donnerstag mit dem Abbauen der ersten Zelte sowie dem Einpacken nicht mehr gebrauchter Utensilien. Ein anderer Teil der Betreuer machte sich derweil mit den Kinder ins Schwimmbad auf, wo den ganzen Tag geplanscht wurde. Abends fand – wie in jedem Jahr – der so genannte „Bunte Abend“ statt. Das ist eine Show, in der alle, die möchten, etwas vorführen können. Gezeigt wurden Akrobatik-Einlagen, ein Sketch und ein Tanz, sowie ein Impro-Theater. Die Kochfrauen bereiteten ein außergewöhnliches Getränk zu und zum Höhepunkt gab es einen ausgefallenen musikalischen Beitrag der Leiter. Anschließend schwangen alle nochmals ordentlich das Tanzbein in einer Open-Air-Disco bevor es zum letzen Mal in diesem Jahr in die Schlafsäcke ging.


Freitag, 5. August

Und Tschüss!
Am Freitag stand die Rückkehr ins Rosendorf an. Während die Leiter abbauten, packten die Kinder ihre Koffer und verbrachten den Morgen mit einigen Lauf-Gruppen-Spielen. Nach dem Mittagessen stiegen alle in den Bus und kamen müde, aber glücklich wieder in Seppenrade an…